Untersuchung bei Kleinkindern

Untersuchung bei Kleinkindern

Früh übt sich

Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Kind ab dem dritten Lebensjahr mit dem Zahnarztbesuch zu beginnen. Meist sind dann alle 20 Milchzähne vollständig durchgebrochen. Wir geben Ihnen gerne praktische Tipps, wie Sie als Eltern die Mundgesundheit Ihres Kindes optimal unterstützen können. Durch regelmäßige Folgebesuche können wir eine Beziehung aufbauen. Und ihr Kind erfährt schon früh, dass ein Zahnarztbesuch etwas Selbstverständliches ist. Unnötige Ängste werden vermieden.

Früherkennungsmaßnahmen für Kinder, die von der Krankenkasse getragen werden:

  • FU 1 – Vorsorgeuntersuchung, Ernährungs- und Hygieneberatung der Eltern, Einschätzung des Kariesrisikos (zwischen dem 30. und 42. Lebensmonat)
  • FU 2 – Vorsorgeuntersuchung, Einbeziehen des Kindes in die Mundhygiene (zwischen dem 49. und 52. Lebensmonat)
  • FU 3 – Vorsorgeuntersuchung, evtl. Schutz der neu durchbrechenden Zähne durch Fissurenversiegelung und Fluoridierung (60. bis 72. Lebensmonat)

Zwischen den einzelnen Terminen sollten jeweils mindestens zwölf Monate liegen.

Prophylaxe und Vorsorge

Prophylaxe und Vorsorge

Vorsorgen lohnt sich!

Die Mundhöhle ist auch bei gesunden Menschen mit Bakterien besiedelt. Diese Bakterien bilden eine komplexe Struktur in Form eines Biofilms (Plaque). Aus wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass man nur dann Karies und Parodontitis vermeiden kann, wenn eine bedarfs- und risikoorientierte Prophylaxebetreuung einschließlich regelmäßiger, professioneller Zahnreinigungen, die ein- bis viermal pro Jahr, durchgeführt werden, erfolgt.
Wir bieten Ihnen in unserer Praxis verschiedene Prophylaxemaßnahmen an, die alle von einer speziell ausgebildeten Prophylaxehelferin durchgeführt werden. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihre Vorsorge regelmäßig erfolgt, nutzen Sie einfach unseren Erinnerungsservice.

Wichtigster Grundbaustein der Vorbeugung ist die professionelle Zahnreinigung (PZR):

  1. Bakterielle Zahnbeläge (Plaque bzw. Biofilm) werden auf allen Glattflächen, in allen Zahnzwischenräumen und auf der Zunge durch Ultraschall, Scaler und Airflow entfernt.
  2. Die Zähne werden poliert mit flouridhaltigen Pasten, rotierenden Spezialbürstchen und Polierern.
  3. Die Zahnhartsubstanz wird durch spezielle Floursilanlacke fluoridiert, die den Zahnschmelz nachhaltig härten. So wird die  Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegenüber Säuren erhöht.
  4. Durch Chlorhexidingel werden Plaque-Neubildung und Bakterienstoffwechsel in der Plaque gehemmt.

Sinnvolle Ergänzungen:

  1. Mundhygienestatus: Die Gesundheit Ihres Zahnfleischs und Ihre Mundhygiene werden geprüft. Die Beläge werden durch Anfärben sichtbar gemacht. So können Sie sehen, ob Ihre Putztechnik noch zu verbessern ist.
  2. Zahnputzdemonstration (Modifizierte Stillman-Technik oder Bass-Technik etc.)
  3. Korrekte Anwendung von Zahnseide und Interdentalraumbürstchen
  4. Tipps zur sinnvollen Zahnpflege, z.B. zu Zahncreme und Mundspüllösung

Prophylaxe bei Kindern

Prophylaxe bei Kindern

Früh die Weichen stellen

Individualprophylaxe (IP) bei Kindern und Jugendlichen ist besonders wichtig. Denn hier wird die Basis für eine lebenslange Zahngesundheit gelegt. Sie können viel dazu beitragen, Ihr Kind vor Karies zu schützen. Regelmäßige Zahnarztbesuche und Prophylaxemaßnahmen helfen, die Mundgesundheit Ihres Kindes zu fördern.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für bestimmte Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen vom sechsten bis zum 17. Lebensjahr.

Prophylaxemaßnahmen für Kinder und Jugendliche, die von der Krankenkasse getragen werden:

  • IP 1 – Durch Einfärben der Beläge wird der Mundhygienestatus festgestellt und das Kariesrisiko bestimmt (1 x je Kalenderhalbjahr)
  • IP 2 – Erklärung wie Karies entsteht, Ernährungsberatung und Üben von Putztechniken (1 x innerhalb von drei Jahren)
  • IP 3 – Erneutes Einfärben der Beläge, Besprechung und evtl. Verbesserung der Putztechnik (2 x im 1. Jahr, insgesamt 4 x innerhalb von drei Jahren)
  • IP 4 – Reinigung und Fluoridierung der Zähne (1 x je Kalenderhalbjahr)
  • IP 5 – Versiegelung von kariesfreien Fissuren (Vertiefungen) der bleibenden Backenzähne (1 x nach Durchbruch der Zähne 6 und 7)

Kariesrisiko minimieren

Kariesrisiko minimieren

Antibakterielle Therapie der Mundhöhle

Ihr persönliches Kariesrisiko lässt sich durch einen Test feststellen. Dabei wird die Bakteriendichte in Ihrer Mundhöhle gemessen. Sie können Ihr Kariesrisiko verringern, indem die Anzahl der Bakterien, gesenkt und der Zahnschmelz gehärtet wird.
Dafür fertigen wir passgenau eine Medikamententrägerschiene für Ihre Zähne. Damit können Sie ganz einfach zu Hause Fluorid- oder Chlorhexidingel auftragen. Dies tötet die Bakterien ab, die Karies auslösen können.

Fissurenversiegelung

Besonderer Schutz für Backenzähne

Natürliche Backenzähne weisen Furchen und spaltartige Vertiefungen in der Zahnoberfläche auf. Diese Fissuren sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei manchen Zähnen ist es nicht möglich, sie mit der Zahnbürste effektiv zu reinigen. Es bilden sich Zahnbeläge und Kariesbakterien können sich ansiedeln. Diese Fissuren können vorbeugend mit einem Füllungsmaterial versiegelt werden. Es entsteht eine glatte Oberfläche die weniger kariesanfällig ist und einfacher gereinigt werden kann. Deshalb empfehlen wir die Versiegelung der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne, die im sechsten, bzw. im zwölften Lebensjahr durchbrechen.

Ernährungsberatung

Besser Essen für gesunde Zähne

Auch durch eine gute Ernährung können Sie Ihre Zähne schützen. Nutzen Sie unsere Ernährungsberatung mit praktischen Tipps zur Förderung der Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch.

Beratung von Schwangeren und Müttern

Beratung von Schwangeren und Müttern

Jetzt ist Zahnpflege besonders wichtig

Während der Schwangerschaft und auch danach sind Sie durch die hormonelle Umstellung anfälliger für eine Gingivitis und Zahnfleischbluten. Lassen Sie Ihre Zähne in den ersten Schwangerschaftsmonaten von uns kontrollieren. Oder schon davor, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Wir beraten Sie gerne, welche Maßnahmen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit Ihre Zahngesundheit unterstützen.